Die eigene Stimme kennen und pflegen

die Stimme als Arbeitsmittel des Alltags

Die Stimme ist im Alltag ständig im Einsatz. Sie trägt durch Gespräche, Erklärungen und durch ganze Arbeitstage. Besonders gefordert ist sie in Berufen, in denen viel gesprochen wird – zum Beispiel bei Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern, Trainerinnen und Trainern, Therapeutinnen und Therapeuten oder im Verkauf.

Damit die Stimme das leisten kann, lohnt es sich, sie besser zu verstehen und bewusst mit ihr umzugehen.

Einflussfaktoren auf die Stimme

1. Der Körper
Haltung und Spannung im Körper beeinflussen die Stimme direkt. Eine gute, aufrechte Haltung mit einer ausgeglichenen Muskelspannung begünstigt die Stimme im positiven Sinne.

 

2. Atmung und Stimmapparat
Die Stimme beginnt mit der Atmung. Luft strömt aus der Lunge nach oben und trifft im Kehlkopf auf die Stimmlippen. Diese werden so in Schwingung versetzt und erzeugen einen Ton. Dieser Ton wird im Mund-, Nasen- und Rachenraum verstärkt und über die Artikulationsorgane (Gaumensegel, Zunge, Zähne und Lippen) zu Sprache geformt. 

 

3. Persönlichkeit und Erfahrungen
Eigene Erfahrungen, Vorbilder und die Persönlichkeit prägen die Stimme. Die Stimme entwickelt sich über viele Jahre und wird durch Erlebnisse und Gewohnheiten geformt. Auch das Umfeld hat Einfluss. Stimmen von Bezugspersonen oder Vorbildern werden oft unbewusst übernommen.

 

4. Situation und Gegenüber
Die Stimme passt sich an jede Situation an. Gesprächspartner, Anlass und Ziel beeinflussen, wie gesprochen wird. Je nach Umfeld verändert sich Lautstärke, Tempo und Tonlage. In einer lauten Gruppe wird oft kräftiger gesprochen, in einem ruhigen Gespräch eher leise und langsam. Auch das Gegenüber spielt eine Rolle. Die Stimme klingt anders bei Kindern als bei Erwachsenen oder in einem Gespräch mit einer einzelnen Person im Vergleich zu einer großen Gruppe.

 

5. Emotionen
Gefühle wirken direkt auf die Stimme. Sie verändern Klang, Tempo und Lautstärke. Emotionen zeigen sich oft sofort. Die Stimme wird schneller, langsamer, höher oder leiser. Das passiert meist ohne bewusstes Steuern.

Wie bleibt die Stimme fit?

Die Stimme ist täglich im Einsatz und wird oft stark beansprucht. Ohne bewusste Pflege kann sie schnell müde, rau oder heiser werden. Das erschwert das Sprechen und kostet Kraft.

Damit die Stimme klar, belastbar und angenehm bleibt, braucht sie Aufmerksamkeit. Wer gut für die Stimme sorgt, spricht leichter, wirkt sicherer und kommt entspannter durch den Tag.

Welche Übungen eigenen sich für eine ausdauernde und kräftige Stimme?

Ich möchte gerne mit dir meine Top 3 Übungen für die Stimme teilen:

1. Wie wichtig ist die Atmung für die Stimme?

Die Atmung spielt eine zentrale Rolle für die Stimmbildung. Mit Hilfe des Atemstroms werden die Stimmlippen in Schwingung versetzt. Dabei sollte der Atemstrom gut dosiert werden. Eine geeignete Übung dafür ist das Summen von einem „w“ in einer entspannten Stimmlage.

So geht’s: Stell dich aufrecht hin, atme tief durch die Nase in den Bauch ein. Lass dabei die Schultern unten. Nun lass die Luft langsam durch den Mund wieder ausströmen und sprich dabei ein weiches und relativ leises „w“. Wiederhole das ein paar Mal und achte darauf, dass die Schultern entspannt bleiben.

 

2. Wie kriege ich Klang in meine Stimme?

Der Klang unserer Stimme entfaltet sich über unsere Resonanzräume im Körper. Eine gute Möglichkeit dafür ist das Summen. Durch das Summen können wir außerdem unsere Stimmlippen trainieren.

So geht’s: Summ ganz locker ein „m“. Stell dir vor du schickst dieses „m“ in deine Resonanzräume. Zuerst in den Brustkorb, dann in den Mundraum und dann in den Nasenraum.

 

3. Wie kann ich kräftig und laut sprechen?

Die Kraft der Stimme kommt nicht aus dem Kehlkopf. Sie entsteht durch die Atmung – genauer gesagt durch das Zwerchfell. Viele holen die Lautstärke aus dem Hals. Die Stimme wird dann gepresst, klingt angestrengt und wird schnell müde. Das belastet den Kehlkopf. Die eigentliche Kraft kommt von unten. Das Zwerchfell unterstützt den Luftstrom. So kann die Stimme laut und klar klingen, ohne Druck.

So geht’s: Lege deine Hände an die Unterkante des Brustkorbs. Dort befindet sich in etwas dein Zwerchfell. Sprich nun ein kräftiges und lautes "ksch". Du solltest nun eine ruckartige Bewegung unter deinen Händen spüren. Das ist dein Zwerchfell. Versuche diese aufgewendete Kraft auch auf andere Ausrufe wie "ho, he, ka" oder auch "hallo, stop, leise" zu übertragen.

Unsere Stimmlippen und auch unsere Atmenmuskulatur sind Muskeln. Durch ein ständiges und tägliches Üben können wir so also diese Muskulatur stärken und auch ausdauerfähiger machen.

Wenn du noch mehr solcher Übungen wissen willst und gezielte Tipps für deine Stimme benötigst, melde dich gerne bei mir und wir vereinbaren ein kostenloses Erstgespräch.

Oder buche ein Stimmtraining bei mir für dein Unternehmen, deine Schule oder deine Einrichtung.

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